Zusatzstoff Zuckerkulör E 150a, E150b, E150c, E150d

Pechschwarz bis dunkelbraun, Zuckerkulör ist nicht gleich Zuckerkulör. Vor allem E 150 c und E 150 d wurden sehr häufig negativ in den Medien in Sachen möglicher gesundheitlicher Auswirkungen erwähnt. Zuckerkulöre werden massiv in einer sehr breiten Palette an Lebensmitteln eingesetzt. Selbst Essig kann den Zusatzstoff enthalten. Es gibt aber auch genug Essig-Sorten* die nicht auf einen der vier Varianten des Zuckerkulörs zurückgreifen.
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Aus was besteht Zuckerkulör?
Die Herstellung von Lebensmittelzusatzstoff E 150a, E 150a, E150b, E150c, E150d
Zuckerkulör ist ein künstlicher, braun-schwarzer Farbstoff der aus Fructose, Haushaltszucker, Glucose oder Invertzucker mit Hilfe von Reaktionsbeschleunigern wie Carbonaten, Säuren, Hydroxide, Phosphate, Sulfate und Sulfiten hergestellt wird. Dadurch erhält man verschiedene Zuckerkulör Arten wie E150a (einfaches Zuckerkulör), E150b (Sulfit-Zuckerkulör), E150c (Ammoniak-Zuckerkulör) und E150d (Ammoniumsulfit-Zuckerkulör). Bei der Herstellung des einfachen Zuckerkulörs kommen Natronlauge oder starke Säuren zur Verwendung. Auch gentechnisch veränderte Organismen können zum Einsatz kommen. Zuckerkulör ist Wasser und Alkohollöslich, sowie stabil gegen Hitze und Licht.

Sind die Zuckerkulöre E 150a, E150b, E150c, E150d ungesund?
Zuckerkulöre gelten alle offiziell zwar als nicht gesundheitsschädlich, in Tierversuchen soll aber festgestellt worden sein, dass z.B. das E 150c das Immunsystem negativ beeinflussen soll und erbgutschädigend sein kann. E 150c und E150d sollen zudem krebserregende Eigenschaften bei hohem Konsum aufweisen, dies wird zwar immer wieder in Frage gestellt, führte aber zu einer kompletten Rezeptänderung der US Cola, da hier einer der beiden Farbstoffe nur noch mit dem Hinweis „Kann krebserregend sein“ bei der Anwendung in Lebensmitteln und Getränken verkauft werden durfte. Siehe auch „Zuckerkulör E150d und E150c der schwarze Farbstoff schädlich und krebserregend!



Die Verwendung von Zuckerkulör E150a bis E150d in Lebensmitteln und Getränken
E 150a, sowie dessen „Kollegen E150b bis E150d“ finden in zahlreichen Nahrungsmittel Verwendung und dürfen im Rahmen von festgelegten Höchstmengen zugegeben werden. Ausgenommen sind Lebensmittel wie Kaffee, Schokolade, Brot, Kakao, Tee, Milchprodukte, Eiprodukte und Kleingebäck weil der Farbstoff zur Täuschung der Verbraucher beisteuern könnte. Zuckerkulör wird unter anderem auch verwendet um Arzneimittel und Kosmetika zu färben.
Lebensmittel die E 150a bis E 150d enthalten können sind:

  • Wurst
  • Marmelade
  • Konfitüre
  • Süßwaren
  • Essig
  • Würzsaucen
  • Cola
  • Alkopops
  • Whiskey
  • Brandy
  • Rum
  • Malzbrot
  • Saure Lebensmittel

 Was geschieht mit Zuckerkulör im Körper?
Die Zuckerkulör-Farbstoffe werden durch den Organismus abgebaut und größtenteils wieder ausgeschieden, sie haben für den Körper keinen Wert oder positiven Effekt.

Kritik und Meinung zum Zusatzstoff Zuckerkulör von E 150a bis 150d
E150 ist nicht gleich E150, auf die Buchstaben dahinter gilt es zu achten. Es spricht nichts gegen einen geringen Konsum der nur selten als „bedenklich“ bezeichneten Sorten E150a und E150b, jedoch sollte man die C und D Variante lieber meiden. Es gibt einen Grund dafür, warum E150c und E150d so umstritten sind, denn es gibt immer wieder negative Berichte und Studien zu gerade diesen beiden Zuckerkulör Arten.

Gibt es Grenzwerte bzw. ADI Werte für die Zuckerkulör E 150a bis 150d?
Der ADI Wert liegt bei 300mg/kg Körpergewicht und gilt für alle Zuckerkulöre E 150a-d.

Wie schmeckt Zuckerkulör?
Zuckerkulör E150a bis E150d schmeckt bitter-süßlich

Ist Zuckerkulör offiziell als bedenklich oder kritisch eingestuft?
Offiziell gilt Zuckerkulör als unbedenklich und kann ohne Einschränkung innerhalb es empfohlen ADI Wertes verzehrt werden. Dies gilt in Deutschland und Europa für alle Arten von E150.

Ist Zuckerkulör E150a vegan oder vegetarisch?
E 150a ist rein künstlich hergestellt und für Vegetarier und Veganer geeignet, allerdings sollte man die Möglichkeit einer mit Hilfe von Mikroorganismen basierenden Produktion in Betracht ziehen. Dann wäre der Zusatzstoff für besonders „strenge“ Veganer nicht geeignet, die auch den Tod von Kleinstlebewesen bzw. Mikroorganismen für ihre Ernährung nicht hinnehmen möchten.

Mein Tipp: Künstliche Chemie gehört nicht in ein gesundes Essen, aber auch nicht auf den Körper...
Ich nutze daher aktuell nur Shampoos von Khadi*, welche frei von synthetischen Zusätzen sind.


Fazit:
Kaum ein anderer Farbstoff unter den Zusatzstoffen färbt so schön braun oder schwarz wie die Gruppe der Zuckerkulöre von E150a bis 150d. Es gibt allerdings einen völlig ungefährlichen und absolut natürlichen Farbstoff, der ohne Bedenken eingenommen werden kann. Es handelt sich hierbei um die Tinte des Sepia (Tintenfisch). Diese ist aus einer 100 % natürlichen Quelle und völlig frei von chemischen Zusatzstoffen, dabei färbt sie Lebensmittel extrem schwarz und das ganz ohne gesundheitliche Bedenken haben zu müssen. E150 versuche ich auch in Variante A und B im Essen möglichst zu vermeiden. Produkte mit E150c und E150d kaufe ich generell nicht, da sind mir die vielen, für mich sehr glaubwürdigen Negativberichte einfach ein zu hohes Gesundheitsrisiko.

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Über Marco Eitelmann 95 Artikel
Ich schreibe hier ausführlich über Lebensmittelzusatzstoffe und kann dabei auf eine über 15 jährige Berufserfahrung im Lebensmitteleinzelhandel und in der Lebensmittelproduktion zurückgreifen. Ich war zuständig für die Umsetzung der Hygiene- und HACCP Konzepte, den regelmäßigen Infektionsschutzbelehrungen, der Eigenproduktion sowie der Lebensmittelsicherheit meiner ehemaligen Thekenbereiche (Fisch/Käse/Salat/Sushi) bei einem großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler.

2 Kommentare

  1. wiso muss man in einem dunkel gebrauten Bier, das ohnehin durch die Röstung der Getreide dunkel wird noch diesen ungesunden Zusatzstoff E 150 beigeben. Ich verstehe dies nicht. Auch wenn es sog. ungefährlich sein soll ?? – gehört sowas nicht ins Bier – Wenn ich dies am Prudukt lese vermeide ich solche. Bier ist ja ein Reinheitsprodukt ohne chemische Zusatzstoffe meine ich. In der Schweiz kommt sowas nicht in Frage.

    Freundliche Grüsse
    Max Zurbuchen
    Schweiz

    • Hallo Max,

      gebe ich Dir völlig Recht, das Zeug braucht eigentlich kein Mensch, in normalen Bier ist es nach deutschem Reinheitsgebot meines Wissens auch nicht zugelassen, für ein Malzbier-Getränk (alkoholfrei) gilt dies leider nicht.

      LG
      Marco

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