Zusatzstoff Sorbinsäure E 200

Sorbinsäure kommt entweder ausgeschrieben oder abgekürzt mit der Zusatzstoff Nummer E200 auf den Zutaten-Listen von unzähligen Lebensmittelprodukten vor. Von Klassikern wie Konserven, Fertiggerichten, Brot/Backwaren und abgepackte Käseprodukten bis hin zu Spezialitäten wie Surimi, siehe Foto.

Aus was besteht Sorbinsäure?
Die Herstellung von Lebensmittelzusatzstoff E 200
Sorbinsäure findet sich auch in der Natur häufig wieder, diese Säure kommt vor allem in den Früchten der Eberesche vor. Dieser Baum ist auch unter dem Namen „Vogelbeere“ bekannt. Auch in Tieren wie Blattläusen, sowie in Wein und einigen anderen Pflanzenarten ist der Stoff zu finden. Das natürliche Vorkommen ist für die Lebensmittelindustrie jedoch mehr oder weniger irrelevant, da diese sich die enormen Mengen benötigter Sorbinsäure für Lebensmittel aus einem mehrfachen chemischen Prozess in großen Mengen künstlich selbst herstellt. Sorbinsäure als klassischer Konservierungsstoff ist ein guter Wachstumshemmer für allerhand Bakterien, Hefen und Schimmelpilze und sorgt ohne den Geschmack der Lebensmittel stark zu belasten für ein für diese Organsimen zum Leben zu saures Milieu. E 200 ist dabei Fett- und Wasserlöslich und verträgt bzw. ergänzt sich gut mit bereits in natürlichen Lebensmitteln vorhandenen Säuren, wie z.B. der Zitronensäure.

Mein passender Buchtipp zum Thema:
E-Nummern & Zusatzstoffe: Was sich in unserer Nahrung versteckt

Ist Sorbinsäure E 200 ungesund?
Die Sorbinsäure gilt als eine der ungefährlichsten und harmlosesten Konservierungsstoffe. Bis auf sehr seltene allergische Reaktionen sind keinerlei gesundheitliche Nebenwirkungen bei normalen Verzehr zu befürchten. Nur bei sehr hohen Dosen, wie sie jedoch in einzelnen Lebensmitteprodukten so nicht vorkommen, konnte im Reagenzglasversuch eine zellschädigende Wirkung beobachtet werden. In kleinen Mengen verzehrt, dürfte von E 200 allerdings keine Gefahr ausgehen. Gleichwohl sind selbstverständlich naturbelassene Produkte trotzdem immer vorzuziehen. In seltenen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen nach dem Verzehr von Produkten mit Sorbinsäure, dies sind dann meist Unverträglichkeitsreaktionen in Form von Hautausschlägen.

Mein Tipp:
Hochwertiges Vitamin D3* - laborgeprüft, in Deutschland hergestellt und frei von unnötigen Zusatzstoffen.



Die Verwendung von Sorbinsäure in Lebensmitteln und Getränken
E200 gehört zu den am meisten eingesetzten Konservierungsstoffen überhaupt. Es findet sich vor allen in folgenden Lebensmitteln wieder:

  • Brot, vor allem abgepackte Fertigbrote und Brotschnitten
  • Trockenfrüchte
  • Gemüsekonserven
  • Fischerzeugnissen
  • Kaugummi
  • Meeresfrüchte, sehr häufig an Garnelen in Lake
  • Sportlernahrung und Diätprodukte
  • Margarine
  • Marmelade und Konfitüre mit wenig Zucker (ohne Sorbinsäure geringere Haltbarkeit)
  • Abgepackter Käse
  • Schmelzkäse und Schmelzkäsezubereitungen
  • Fertiggerichte wie z.B. Tütensuppe
  • Getränke aller Art
  • Surimi (ein Fischmuskeleiweiß-Produkt) enthält ebenfalls oft Sorbinsäure

Der Konservierungsstoff ist zudem in vielen Arznei- und Kosmetikprodukten zugelassen, auch in der Weinherstellung findet er seine Anwendung beim Einsatz zur Verringerung des natürlichen Säureabbaus.

Was geschieht mit Sorbinsäure im Körper?
Der Körper verwertet und scheidet die Sorbinsäure vollständig wieder aus. Dies geschieht über den körpereigenen Fettsäurestoffwechsel.

Kritik und Meinung zum Zusatzstoff Sorbinsäure E 200
Wenn ein Lebensmittel schon Konservierungsstoffe beinhalten muss, dann ist die Sorbinsäure einer derer Zusatzstoffe, welche man vorziehen sollte. E200 wird schon sehr lange verwendet, ist gut erforscht und hat wirklich nur in seltenen Fällen gesundheitliche Nebenwirkungen. Natürlich sollte man auch seinen Konsum nicht übertreiben. Die verwendeten Mengen in unseren Lebensmitteln sind äußerst unterschiedlich. Während Garnelen in Lake z.B. bis zu 2000 mg Sorbinsäure pro Kilogramm Endprodukt haben dürfen, sind es bei Trockenfrüchten nur 1000 mg pro Kilogramm fertiges Endprodukt. Oftmals wird Benzoesäure in Kombination mit Sorbinsäure verwendet, dann liegen die kombinierten Grenzwerte deutlich höher, z.B. bei Garnelen 6000 mg pro Kilo! Benzoesäure ist allerdings aus gesundheitlichen Gründen absolut nicht zu empfehlen!

Gibt es Grenzwerte bzw. ADI Werte für Sorbinsäure in Lebensmitteln?
Der ADI Wert liegt aufgrund der Unbedenklichkeit in Bezug auf die Gesundheit mit 25mg pro Kilogramm Körpergewicht recht hoch. In Anbetracht dessen, was allerdings manche Lebensmittel beinhalten, ist er wiederum relativ niedrig! (siehe Garnelenbeispiel oben)

Wie schmeckt Sorbinsäure?
Wie alle Säuren sauer, jedoch bei E200 eher leicht säuerlich.

Ist Sorbinsäure offiziell als bedenklich oder kritisch eingestuft?
Sorbinsäure gilt offiziell als unbedenklicher Konservierungsstoff

Ist Sorbinsäure E 200 vegan oder vegetarisch?
Aufgrund seiner Herkunft aus der Lebensmittelchemie ohne tierische Bestandteile ist er für Veganer und Vegetarier gleichermaßen geeignet.

Künstliche Chemie gehört nicht in ein gesundes Essen aber auch nicht auf den Körper...
Ich nutze daher aktuell nur Shampoos von Khadi*, welche frei von synthetischen Zusätzen sind.



Fazit:
Ich bin generell kein Freund von Konservierungsstoffen. Sorbinsäure ist aber in geringem Umfang verwendet ein sehr geringes Risiko für die Gesundheit. Die allergischen Reaktionen die in seltenen Fällen auftreten können einmal außen vor gelassen, sollte bei geringer Dosierung der Gesundheit nichts passieren. In Kombination mit ungesunder Benzoesäure würde ich jedoch keine Produkte kaufen oder gar essen, auch wenn diese Verbindung beider Säuren ebenfalls in geringem Maße konsumiert als „unbedenklich“ gilt.

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Alle bereitgestellten Informationen auf zusatzstoffe-liste.de wurden von mir im Internet gesammelt und ebenso auf Basis meiner persönlichen Erfahrungen und Meinungen, sowie nach meinem eigenen Wissensstand zum Thema Zusatzstoffe erstellt. Alle Inhalte dienen zu allgemein informellen Zwecken und es besteht kein Gewähr auf deren Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit. Viele Zusatzstoffe haben leider Unverträglichkeiten, allergische Reaktionen und teils größere mögliche gesundheitliche Probleme zur Folge, insbesondere wenn sie in höheren Mengen konsumiert werden. Einige Zusatzstoffe bilden aber schon bei sehr geringen Aufnahmemengen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für spezielle Personengruppen, daher werden sie auch auf den Verkaufsverpackungen als "Allergene" aufgrund gesetzlicher Bestimmungen hervorgehoben. Sollten sie derartige gesundheitliche Probleme haben, wenden sie sich bitte ausschließlich an einen zugelassenen Arzt, nur dieser kann eine korrekte medizinische Beratung, Diagnose und ggf. Behandlung durchführen. Zu einigen Zusatzstoffen gibt es eine sich teils widersprechende Studienlage in Sachen Gesundheitsgefahren, trotzdem werden sie legal und oftmals mit Mengenbeschränkungen in Lebensmitteln zugelassen. Meiner Meinung nach haben künstliche oder bedenkliche Zusatzstoffe in einer gesunden Ernährung generell nichts verloren.

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