Zusatzstoff Calciumcarbonat E 170

E170 als Lebensmittelzusatzstoff ist vor allem auch als Trennmittel im Einsatz. Früher wurde es häufig mit Magnesium in Kombination als unbedenkliche Rieselhilfe in Speisesalz verwendet, bevor es von dem als teils bedenklich geltenden Natriumferrocyanid (E535) größtenteils ersetzt wurde. Ich kaufe generell nur Salz ohne künstliche Trennmittel bzw. Rieselhilfen und auf Basis von Meersalz wie z.B. das von Byodo*.
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Aus was besteht Calciumcarbonat?
Die Herstellung von Lebensmittelzusatzstoff E 170
Calciumcarbonat ist nichts Weiteres als Kalk, welcher auch in anderen Industriezweigen fern ab der Lebensmittelindustrie verwendet wird. Kinder kennen das reine Calciumcarbonat auch als Kreide, sei es um die Straße zu bemalen oder auf eine Schultafel zu schreiben. Unter dem Farbstoff E170 verbirgt sich also eine sehr bekannter Chemikalie, welche entweder auf natürlichem Wege aus Kalkstein mit Hilfe von mechanische Bearbeitung gewonnen wird, oder synthetisch durch eine Ausfällungsreaktion von Calciumionen mit Carbonationen entsteht. Der verbleibende Stoff ist auch in diesem Fall gleich, reines Calciumcarbonat oder eben E170. Der Farbstoff ist nicht in Wasser löslich und sehr anfällig für Säuren. Er gibt Lebensmitteln eine stark weiße Farbgebung und ist dabei lichtunempfindlich und äußerst hitzebeständig.

Ist Calciumcarbonat E 170 ungesund?
Nein, Calciumcarbonat ist nicht ungesund. Das Calcium wird sogar vom Körper als überlebenswichtiges Mineral benötigt. Calcium ist ein Grundbestandteil unserer Knochen und hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. E 170 ist also auf keinen Fall als ungesund einzustufen und schädigt in Maßen verzehrt nicht die Gesundheit, im Gegenteil.


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Die Verwendung von Calciumcarbonat in Lebensmitteln und Getränken
Neben der einfachen Farbgebung von Lebensmitteln, wird das Calciumcarbonat auch teilweise als Säureregulator eingesetzt z.B. bei der Weinherstellung. Außerdem dient es als natürliches Trennmittel bzw. als sogenannte „Rieselhilfe“ für Kochsalz und wirkt gegen die Verklumpung von geriebenem Käse wie z.B Emmentaler oder Parmesan. Weitere Lebensmittelgruppen in denen E170 eingesetzt wird sind folgende:

  • Süßwaren
  • Überzugsmittel und Glasuren
  • Käse (insbesondere geriebener und geschnittener Käse als Trennmittel verwendet)
  • Backmischungen
  • Fertigen Backwaren
  • Kochsalz (ebenfalls als Trennmittel oder Rieselhilfe)
  • Bei der Weinherstellung (zur Entsäuerung)
  • Fertiggerichte
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Isotonische Getränke
  • Sportlernahrung und Shakes
  • Kaugummis

Daneben wird Calciumcarbonat auch in Arzneimitteln eingesetzt, sowie in Kosmetikartikeln und zur Aufhärtung und Entsäuerung von Trinkwasser durch die Wasserversorger.


Was geschieht mit Calciumcarbonat im Körper?
Der Körper kann das enthaltene Calcium hervorragend verwerten. Der Organismus braucht es für unzählige wichtige Aufgaben, vom Knochenbau bis hin zu den Nerven ist Calcium ein wichtiges und äußerst gesundes Mineral. Eine Unterversorgung mit Calcium führt insbesondere langfristig zu gesundheitlichen Schäden.

Kritik und Meinung zum Zusatzstoff Calciumcarbonat E 170
Ich kaufe Produkte mit Calciumcarbonat bzw. E 170 auf der Zutatenliste ohne Bedenken. Es wäre begrüßenswert wenn die Lebensmittelindustrie mehr solcher gesunden Farbstoffe bzw. Trennmittel einsetzen würde. Ich habe keine negative Kritik an diesem Zusatzstoff, was eher selten vorkommt.

Gibt es Grenzwerte bzw. ADI Werte für Calciumcarbonat?
Nein der Einsatz von E170 ist ohne Mengenbegrenzung möglich.

Wie schmeckt Calciumcarbonat?
Reines E170 schmeckt intensiv nach Kreide, etwas bitter und mehlig

Ist Calciumcarbonat offiziell als bedenklich oder kritisch eingestuft?
Nein E 170 wird auch von offizieller Seite aus als absolut unbedenklich eingestuft.

Ist Calciumcarbonat E 170  vegan oder vegetarisch?
Da es sich um einen rein mineralischen Farbstoff handelt und bei der Herstellung keinerlei tierische Bestandteile als Hilfsmittel verwendet werden, ist reines E 170 sowohl 100 Prozent vegetarisch als auch vegan einzustufen.


Fazit:
Calciumcarbonat wird nur selten mit E170 auf den Zutatenlisten abgekürzt. Der Grund ist wohl der hohe Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung und gleichzeitig mit der Assoziierung verbundenen Annahme, dass man sich mit Calcium sogar etwas Gutes für die Gesundheit tut, was letztendlich bis zu einem gewissen Maß auch stimmt. Übertreiben sollte man es aber auch mit der Calciumaufnahme nicht, denn dauerhaft zuviel verträgt auch ein gesunder Körper nicht lange. Das aufgenommene Mineralstoffverhältnis aller Mineralien sollte stimmen. Übertriebene Mengen eines Minerals können langfristig zu gesundheitlichen Problemen oder gar Langzeitschäden führen.

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Über Marco Eitelmann 105 Artikel
Ich schreibe hier ausführlich über Lebensmittelzusatzstoffe und kann dabei auf eine über 16 jährige Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und in der Lebensmittelproduktion zurückgreifen. Ich war zuständig für die Umsetzung der Hygiene- und HACCP Konzepte, den regelmäßigen Infektionsschutzbelehrungen, der Eigenproduktion sowie der Lebensmittelsicherheit meiner ehemaligen Thekenbereiche (Fisch/Käse/Salat/Sushi). Über die Jahre habe ich mich vor allem durch zusätzliche private Weiterbildung zum Experten für Ernährung, Gesundheit und Lebensmittelzusatzstoffe entwickelt.

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