Zusatzstoff Natriumsulfit E 221

E221 kann in vielen Lebensmitteln vorkommen. Oft zu finden ist es in getrockneten Obst und Gemüsesorten sowie in vielen weiteren Produkten dieser Kategorie. Gerade bei Trockenfrüchten* sollte man darauf achten das diese ungeschwefelt sind.
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Aus was besteht Natriumsulfit?
Die Herstellung von Lebensmittelzusatzstoff E 221
Der Zusatzstoff Natriumsulfit E 221 (schwefligsaures Natrium) ist das Natriumsalz des Schwefeldioxids und ein geruchloses, weißes, leicht wasserlösliches Pulver. Es entsteht durch Einleitung von Schwefeldioxid in Natronlauge. E 221 wirkt keimtötend und beugt einer Algenbildung vor. In der Lebensmittelindustrie dient Natriumsulfit genau wie das zuvor beschriebene Schwefeldioxid (E 220) zur Verhinderung der Braunfärbung von Lebensmitteln. Außerdem unterbindet E 221 durch seinen konservierenden und antioxidativen Einfluss teilweise den Verlust von Vitaminen, Aromen und Farbstoffen. Nahrungsmittel die viel Thiamin (Vitamin B1) enthalten wie z.B. Fleischwaren, Milcherzeugnisse darf Natriumsulfit nicht beigefügt werden, da E 221 das wichtige Vitamin B1 zerstören kann.

Ist Natriumsulfit E 221 ungesund?
Ähnlich wie bei Schwefeldioxid (E220) kann der Zusatzstoff Natriumsulfit Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und entzündliche Darmprobleme hervorrufen, was vor allem Allergiker betrifft. Wer allergisch auf Sulfite reagiert sollte ihn daher auf jeden Fall meiden!



Die Verwendung von Natriumsulfit in Lebensmitteln und Getränken
Auch für Natriumsulfit gelten die gleichen Regelungen wie für Schwefeldioxid (E 220) d.h. es gibt eine Höchstmengenbeschränkung für seinen Einsatz. Sulfite und Schwefeldioxid werden in unterschiedlichen Lebensmitteln eingesetzt z.B in:

  • getrockneten Nahrungsmitteln
  • Kartoffelprodukte wie z.B. Püree oder Rösti
  • Fruchtzubereitungen
  • Müsli
  • Fruchtsäfte
  • Meeresfrüchte z.B Krabben und Shrimps
  • Sago
  • Fisch und Fleischersatz
  • Trockenfrüchte

Was geschieht mit Natriumsulfit im Körper?
Der Großteil der Menschheit hat ein körpereigenes Enzym das Natriumsulfit und auch das Schwefeldioxid abbaut und ausscheidet. Bei empfindlichen Personen kann es aber zu Erbrechen, Unwohlsein, Kopfschmerzen und Durchfall kommen. Asthmakranke könnten im Extremfall einen schwerwiegenden Asthmaanfall bekommen, falls sie allergisch darauf reagieren.

Kritik und Meinung zum Zusatzstoff Natriumsulfit E 221
Zwischen gesundheitlich unbedenklichen natürlichen Schwefel wie z.B: MSN (Methylsulfonylmethan) haben die auf Sulfite basierenden Konservierungsmittel bzw. Antioxidationsmittel wenig gemeinsam. Sie sind für die Gesundheit alles andere als förderlich und bergen für Allergiker hohe Risiken, daher müssen sie auch gesondert gekennzeichnet werden mit dem Hinweis das Sulfite enthalten sind.

Gibt es Grenzwerte bzw. ADI Werte für Natriumsulfit?
Der ADI Wert für Natriumsulfit liegt bei 0,7mg/kg Körpergewicht.

Wie schmeckt Natriumsulfit?
Zum Eigengeschmack habe ich leider keine Informationen gefunden.

Ist Natriumsulfit offiziell als bedenklich oder kritisch eingestuft?
Ernährungsexperten raten nicht selten davon ab, Nahrungsmittel mit dem Zusatzstoff E 221 allzu häufig zu verzehren. Vor allem Kinder sollten keine Lebensmittel zu sich nehmen die Natriumsulfit enthalten.

Ist Natriumsulfit E 221 vegan oder vegetarisch?
Natriumsulfit ist ein rein chemisch hergestellter Lebensmittelzusatzstoff und für Vegetarier als auch für Veganer geeignet.

Mein Tipp: Künstliche Chemie gehört nicht in ein gesundes Essen, aber auch nicht auf den Körper...
Ich nutze daher aktuell nur Shampoos von Khadi*, welche frei von synthetischen Zusätzen sind.


Fazit:
Leider werden alle Arten von Sulfiten recht häufig in Lebensmitteln eingesetzt. Zwar besteht für gesunde Menschen bei geringer Einnahme zumindest offiziell keine Gefahr, doch wer ließt sich schon bei jedem Restaurantbesuch die kompletten Hinweise der Speisekarte durch bzw. kann garantieren das nicht doch irgendwo künstlich zugesetzte Sulfite enthalten sind. Für Allergiker kann dies unmittelbar schwere Folgen haben. Gesetzlich ist daher die Kennzeichnung von Sulfiten als Zusatzstoffe Pflicht!

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Über Marco Eitelmann 95 Artikel
Ich schreibe hier ausführlich über Lebensmittelzusatzstoffe und kann dabei auf eine über 15 jährige Berufserfahrung im Lebensmitteleinzelhandel und in der Lebensmittelproduktion zurückgreifen. Ich war zuständig für die Umsetzung der Hygiene- und HACCP Konzepte, den regelmäßigen Infektionsschutzbelehrungen, der Eigenproduktion sowie der Lebensmittelsicherheit meiner ehemaligen Thekenbereiche (Fisch/Käse/Salat/Sushi) bei einem großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler.

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