Zusatzstoff Lutein (Xanthophyll) E 161 B

Natürliches Lutein ist an sich sehr gesund, es wird sogar häufig als Nahrungsergänzungsmittel in reiner Form, oder in Kombination mit anderen Vitaminen und Mineralstoffen speziell für die Augengesundheit verkauft, wie z.B. von Vihado*. Das Lutein ist ein in Pflanzen sehr häufig vorkommender Farbstoff, welcher auch vom Mensch immer in ausreichendem Maße über die Ernährung aufgenommen werden sollte. Lutein kommt sehr häufig in Blüten vor, so auch in den Blüten der Ringelblume, siehe Foto. Das industriell hergestellte E161 B benötigt Lösungsmittel zu Extraktion des Luteins aus Pflanzen.
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Aus was besteht Lutein (Xanthophyll)?
Die Herstellung von Lebensmittelzusatzstoff E 161 B
Das Lutein, auch Xanthophyll genannt enthält sowohl Carotin, als auch Chlorophyll und kommt auf natürliche Weise reichlich in unzähligen Pflanzenarten vor. Dieser Farbstoff ist in Wasser kaum löslich, dafür aber sehr gut in Fett, starken Hitze- und Oxidationsprozessen hält er nicht lange stand. Die Herstellung von reinem Lutein erfolgt aus den Pflanzen gelösten Farbstoffen. Hauptsächlich werden hierzu Brennnesseln, Algen, Luzernen, Gras und sogar Blumen wie die Tagetes (Studentenblume) verwendet. Ohne es gesondert auf den Endprodukten zu kennzeichnen, können allerdings auch tierische Ursprungsmaterialien wie Eidotter zur Herstellung verwendet worden sein. Als Lösungsmittel zur Farbstoffextraktion werden lebensmittelrechtlich als unbedenklich eingestufte  Lösungsmittel verwendet.

Ist Lutein (Xanthophyll) E 161b ungesund?
Natürliches Lutein aus Pflanzen und tierischen Bestandteilen ist nicht ungesund. Welche Lösungsmittel bei der chemischen Extraktion genau verwendet werden und wie bedenklich sich diese eventuell auf unsere Gesundheit auswirken können weis ich leider nicht. Laut Gesetz dürfen diese sogar Spuren von Arsen und Blei enthalten (unter 1 mg/kg!) Es gibt bei natürlichem Lutein bzw. Xanthophyll keinerlei bekannte negative Auswirkungen auf den Körper. Intensiv untersucht wurde der Zusatzstoff allerdings noch nicht. Lutein gilt grundlegend sogar als gesund, wenn es in Maßen verzehrt wird.



Die Verwendung von Lutein (Xanthophyll) in Lebensmitteln und Getränken
Trotz seiner Unbedenklichkeit wird der Farbstoff E 161b nur in begrenzten Mengen in Lebensmitteln eingesetzt. Diese können allerdings auf bis zu 500mg/kg Lebensmittelprodukt reichen (z.B. bei Soßen). Hier eine kleine Liste der möglichen Anwendungsgebiete dieses Farbstoffes:

  • Soßen (höchste erlaube Konzentration)
  • Süßwaren
  • Backwaren wie z.B. Kekse, Blätterteiggebäck
  • Kuchen und Torten
  • Alkoholhaltige Getränke
  • Würzmittel und Marinaden

Wie fast alle Farbstoffe der Carotinoidenklasse, findet auch Lutein Anwendung in Kosmetik, Medikamenten und Tierfutter (Zur Legehennenhaltung zwecks einer verbesserten Dotterfarbgebung).

Was geschieht mit Lutein (Xanthophyll) im Körper?
Der Farbstoff wird vollständig wieder ausgeschieden und in kleineren Teilen vom Körper verwendet. Gesund ist vor allem das enthaltene natürliche Chlorophyll.

Kritik und Meinung zum Zusatzstoff Lutein (Xanthophyll) E 161b
Bei Lutein handelt es sich in seiner natürlichen Vorkommensweise um einen absolut unbedenklichen und sogar gesunden Farbstoff. Auch die Herstellung, welche größtenteils auf der Basis von Pflanzenauszügen, teilweise aber auch aus tierischen Substanzen besteht, ist grundsätzlich nicht ungesund, wenn die verwendeten Lösungsmittel als nicht gesundheitlich bedenklich gelten. Leider kann ich als Verbraucher nicht wiessen, welche dieser Stoffe letztendlich zur Extraktion von Lutein verwendet wurden und wie stark diese beslastet waren. Deshalb bevorzuge ich absolut natürliche Luteinquellen in Form von Gemüse, Obst, Gräsern und Algen. Leider muss nicht deklariert werden aus welchem Ausgangsrohstoff das verwendete Lutein in Lebensmittelendprodukten hergestellt wurde. Dies führt vor allem bei Vegetariern und Veganern zu Recht zu erheblichen Verunsicherungen. Nur selten werden Produkte mit diesem Farbstoff als bewusst „vegan“ ausgezeichnet.

Gibt es Grenzwerte bzw. ADI Werte für Lutein (Xanthophyll)?
Die tägliche Aufnahmemenge gilt bei einem ADI Wert von 1 mg/kg Körpergewicht als absolut unbedenklich.

Wie schmeckt Lutein?
Der reine Farbstoff hat keinen Eigengeschmack

Ist Lutein (Xanthophyll) offiziell als bedenklich oder kritisch eingestuft?
Sowohl von offizieller Seite aus, als auch von vielen unabhängigen Studien gilt Lutein als unbedenklich und sogar gesundheitsfördernd.

Ist Lutein (Xanthophyll) E 161b  vegan oder vegetarisch?
Die meisten auf Lutein basierten Farbstoffe dürften vegan und vegetarisch sein. Da leider auch ohne Deklaration tierische Grundbestandteile verwendet werden dürfen wie z.B. Eidotter, ist eine Produktion frei von tierischen Inhaltsstoffen bzw. Ausgangstoffen für Veganer nicht garantiert. Auch Vegetarier sollten sich vorher genau informieren, ob der  Lutein Farbstoff in ihren Lebensmitteln aus pflanzlichen Herkunftsquellen stammt.

Meine Empfehlung: Nahrungsergänzungsmittel ohne unnötige Zusatzstoffe wie Titandioxid, Magnesiumstearat oder Azofarbstoffe
Mit den sehr hochwertigen Produkten von LebenskraftPur* habe ich gute Erfahrungen gemacht!


Fazit:
Lutein ist ein wirklich schöner und gesundheitlich sogar wertvoller natürlicher Farbstoff. Ohne ihn würde das meiste Gemüse und Obst, sowie unsere Blumenblüten nicht so schön aussehen wie sie sind. Sein Einsatz in Lebensmitteln ist absolut zu befürworten. Einzig die verwendeten Lösungsmittel zur Extraktion des Xanthophylls aus den Pflanzenbestanteilen sind für mich ein offenes Risiko. Hoffen wir das diese wirklich alle absolut unbedenklich sind. Sie dürfen laut Gesetz maximal 1mg/kg an Arsen oder auch Blei enthalten. Das Gesetz müsste meiner Meinung nach 0 mg dieser gesundheitsschädlichen Gifte in Lebensmitteln vorschreiben!

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Über Marco Eitelmann 95 Artikel
Ich schreibe hier ausführlich über Lebensmittelzusatzstoffe und kann dabei auf eine über 15 jährige Berufserfahrung im Lebensmitteleinzelhandel und in der Lebensmittelproduktion zurückgreifen. Ich war zuständig für die Umsetzung der Hygiene- und HACCP Konzepte, den regelmäßigen Infektionsschutzbelehrungen, der Eigenproduktion sowie der Lebensmittelsicherheit meiner ehemaligen Thekenbereiche (Fisch/Käse/Salat/Sushi) bei einem großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler.

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